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Nationaler Brückenschlag zwischen Politik und maritimer Wirtschaft

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Maritime Konferenz
Was sind die Erfolgsfaktoren einer zukunftsorientierten Schifffahrt in Deutschland, wie steht es um die deutsche Flagge im internationalen Wettbewerb, welche innovativen Mobilitätsstrategien brauchen wir, welche alternativen Kraftstoffe machen Sinn und wie steht es um den Ausbau der LNG-Infrastruktur? An diesen strategischen Entscheidungsprozessen ist DNV GL als wirtschaftlicher Interessenvertreter auf nationaler Ebene maßgeblich beteiligt. So hat DNV GL auch zu den Vorbereitungen der kürzlich stattgefundenen 9. Nationalen Maritimen Konferenz in Bremerhaven, auf der Bundeskanzlerin Angela Merkel ein erweitertes Förderprogramm der maritimen Wirtschaft vorgestellt hat, aktiv beigetragen.

Die Konferenz, bei der sich die Spitzen der maritimen Unternehmen, Verbände, Wissenschaft und Politik über Zukunftsstrategien für die maritime Wirtschaft austauschen findet alle zwei Jahre statt.  „Im Rahmen der vorgestellten internationalen Perspektiven, begrüßen wir als Klassifikationsgesellschaft insbesondere das Engagement des maritimen Koordinators Uwe Beckmeyer, der sich dafür ausgesprochen hat, das wichtige Thema Digitalisierung in den Nationalen Masterplan Maritime Technologie zu integrieren,“ erklärt Torsten Schramm, President DNV GL Maritime, „denn schon heute steht ein Schiff vor der Herausforderung, einen großen Datentransfer per Satellit und via Hafen-Kommunikation gewährleisten zu müssen. Hier unterstützt DNV GL mit innovativen Tools und Lösungen für eine smarte und digitale Schifffahrt.“

Ein weiteres Schwerpunktthema der Konferenz waren Klima- und Umweltschutz. Dabei wurden der Klimawandel und knapper werdende Ressourcen nicht nur als Herausforderung, sondern vor allem auch als Chance für die Branche gesehen. „Gerade hier ergeben sich neue Wertschöpfungspotenziale für die Branche, und das Meer als Lieferant von Rohstoffen gewinnt zunehmend an Bedeutung. Als eines der Gründungsmitglieder der DeepSea Mining Alliance, begrüßt DNV GL die Unterzeichnung zweier Kooperationsabkommen mit Frankreich. Das Memorandum of Understanding zwischen der DeepSea Mining Alliance und dem französischen maritimen Cluster  vereinbart einen engen Austausch und die weitere Entwicklung von Umweltstandards, „ so Karsten Hagenah, Projektmanager Pressure & Underwater Technologie bei DNV GL.

Ein wichtiges Thema auf der Nationalen Maritimen Konferenz war auch das Thema Ausbildung, Wettbewerbsfähigkeit und die Sicherheit im Seeverkehr. Matthias Ritters, Regional Manager Germany bei DNV GL, ergänzt: „Wir regen die Aufnahme von Sicherheitsbarrieren-Management-Konzepten in die nautische Aus- und Weiterbildung an. Es ist wichtig für die Zukunft der modernen, sicheren Schifffahrt, dass Schiffssicherheit als holistisches Konzept gesehen und ein Bewusstsein für das Zusammenspiel von physischen Barrieren und bewusstem Handeln entwickelt wird. Von entscheidender Bedeutung wird sein, wie und wo an Bord die Besatzung durch Sensorik unterstützt werden kann. Um weiter für das Thema zu sensibilisieren, werden wir auch nach der Konferenz den Dialog mit unseren Partnern und der Politik suchen.“

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Torsten Schramm, President DNV GL Maritime