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13. Bonner Energiegespräche: DNV GL und Branchenakteure diskutieren Energie der Zukunft

Namhafte Akteure der Energiewirtschaft diskutierten über Herausforderungen und Chancen der konventionellen und erneuerbaren Energien bis zum Jahr 2025.

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Von links nach rechts: Claas Hülsen, Moderator der Veranstaltung und Managing Consultant bei DNV GL - Energy, Ditlev Engel, CEO DNV GL – Energy, Björn Heinemeyer, Senior Director bei NORD/LB, Dr. Stephanie Ropenus, Senior Associate bei AGORA Energiewende, Dr. Carsten Lehmköster, Leiter Regulierungsmanagement bei Amprion GmbH, Barbie Kornelia Haller, Referatsleiterin Wirtschaftliche Grundsatzfragen der Energieregulierung, BNetzA, Gregor Pett, Director Market Operations bei Uniper / Leiter der Arbeitsgruppe Marktdesign beim BDEW, Gero Lücking, Vorstand Lichtblick / Stellvertretender Vorsitzender BNE, Dr. Andreas Schröter, Geschäftsführer DNV GL-Energy
DNV GL, der weltweit größte Anbieter von Dienstleistungen unabhängiger Energieexperten und eine der weltweit führenden Zertifizierungsstellen, diskutierte am 10. November in den 13. Bonner Energiegesprächen mit etwa 80 namhaften Interessenvertretern der Branche die mittelfristige Rolle konventioneller und erneuerbarer Energien im Jahr 2025.
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  • Autor:
    Monika Dippel
    Monika Dippel

    Communications manager CEMEA

  • Keywords: Solar energy, Electricity transmission and distribution, Energy conversion, Distributed energy systems, Energy regions, Fossil Energy, Energy storage, Offshore renewables, Onshore wind, Wind energy
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Die Referenten, von der Bundesnetzagentur, Agora Energiewende, Amprion, NORD/LB, Uniper und Lichtblick, formulierten dabei ihre Positionen und Visionen zur Energieerzeugung der Zukunft.
 
Das Motto der diesjährigen Veranstaltung, "Erzeugung 2025 - die mittelfristige Rolle konventioneller und erneuerbarer Energien in Deutschland", bestimmte die Vorträge und Podiumsdiskussionen zu Markt-, Politik- und Regulierungsthemen. Dabei standen jedoch nicht nur der deutsche Energiemarkt und die Novelle des EEG auf der Agenda, sondern auch die Herausforderungen, die sich durch das Klimaabkommen von Paris weltweit ergeben haben.
 
Mit dem Gesetzespaket aus EEG 2016, Strommarktgesetz und Digitalisierungsgesetz werden wesentliche Weichen für die zukünftige Entwicklung der Erzeugungslandschaft gestellt. Durch die vorgesehenen Ausschreibungsverfahren tritt die erneuerbare Erzeugung in eine neue und marktnähere Position; der Ausbaupfad für die nächsten Jahrzehnte ist festgelegt. Insofern sind die grundlegenden Bedingungen für die Akteure im deutschen Erzeugungsmarkt heute klarer, dennoch gibt es wichtige Fragestellungen wie sich zum Beispiel das System aus Erneuerbaren Energien, konventionellen Kraftwerken und Speichertechnologien tatsächlich weiter entwickelt.
 
Ditlev Engel, CEO von DNV GL - Energy, fasste zum Beginn der Veranstaltung zusammen, welchen Aufgaben sich die Branche aufgrund der jüngsten Entwicklungen stellen muss. Er bezeichnete den Weltklimagipfel als einen historischen Moment, der den Weg für eine grüne Erzeugung ebnet. „Die konventionelle Energieerzeugung wird eine signifikante Veränderung erfahren und gleichzeitig werden neue Technologien Einzug halten und den Markt bestimmen. Jedes Land muss nun seine eigene Vorgehensweise definieren, um mit den lokalen Gegebenheiten umzugehen und die Vorgaben von Paris umzusetzen“, kommentierte Ditlev Engel.
 
Er prognostizierte außerdem, dass in den nächsten zehn Jahren zehn Technologie-Trends zusammenwirken und den Übergang zu einer saubereren, zuverlässigeren und kostengünstigeren Energiezukunft beschreiben werden. Beispielhaft benannte er Unternehmen, die bereits heute mit neuen innovativen Geschäftsmodellen auf diese zukünftigen Aufgaben und Herausforderungen reagieren.
                                                                     
Dr. Stephanie Ropenus, Senior Associate bei Agora Energiewende, sagte in ihrem Vortrag: “Mit dem Erreichen der 30%-Marke der Erneuerbaren im Stromsektor beginnt die zweite Phase der Energiewende. Die Erneuerbaren werden an der Schnittstelle von Markt und Netz zunehmend systemrelevant.“ Agora Energiewende hat sich zum Ziel gesetzt, als neutrale Institution wissenschaftlich fundiert politisch umsetzbare Wege aufzuzeigen, wie die Energiewende gelingen kann.
 
Dr. Carsten Lehmköster, Leiter Regulierungsmanagement bei dem Übertragungsnetzbetreiber Amprion, betonte die Notwendigkeit von Reserven für den sicheren Systembetrieb heute und in Zukunft. „Netzstabilitätsanlagen werden zukünftig eine wichtige Rolle zur Wahrung der Systemsicherheit haben“. Zudem gab er einen Ausblick auf mögliche neue Regelungen für die Energiewirtschaft aus dem Winterpaket der EU.