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DNV GL entwickelt neue Klassenzusatzzeichen für die Zustandsüberwachung wassergeschmierter Propellerwellen

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DNV GL Klassenzusatzzeichen für die Zustandsüberwachung wassergeschmierter Propellerwellen
Foto: Zwei neue DNV GL Klassenzusatzzeichen für die Zustandsüberwachung wassergeschmierter Propellerwellen bieten die Möglichkeit, auf feste Zeitintervalle für das Ziehen der Propellerwelle zu verzichten. (Quelle: DNV GL)
Hamburg – Mit zwei neuen Klassenzusatzzeichen gibt DNV GL Schiffsbetreibern die Möglichkeit, auf feste Intervalle für das Ziehen der Propellerwelle zur Überprüfung der Lagerung, der Welle selbst und der Verbindungen zu verzichten.
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Mit den freiwilligen Klassenzusatzzeichen TMON (closed loop water – geschlossener Kreislauf / Wasserschmierung) und TMON (open loop water – offenes System / Seewasserschmierung) führt DNV GL als erste Klassifikationsgesellschaft einen Anforderungskatalog an Überwachungsmaßnahmen ein, die eine zuverlässige Zustandsüberwachung im eingebauten Zustand erlauben. Damit entfällt die Notwendigkeit, die Propellerwelle in den festgelegten Intervallen zur Überprüfung ausbauen zu müssen.

Die neuen Klassenzusatzzeichen beziehen sich auf die Konstruktion selbst, die Überwachung von kritischen Parametern sowie die zuverlässige Schmiermittel-Wasserzufuhr und ihre erforderliche Aufbereitung bzw. Konditionierung. Die Überwachung des Lagerverschleißes kann durch einen entsprechenden Abstandssensor jedes Mal gemessen, angezeigt und abgespeichert werden, wenn die Welle steht – so kann die Besatzung den Verschleißzustand des Lagers dauerhaft überwachen. Das Docken des Schiffes oder die Messung durch Taucher durch die übliche „Poker Gauge“-Methode (Lagerabsenkung) wird entbehrlich. Die Zustandsüberwachung bietet Eignern und Betreibern außerdem die Möglichkeit, Wartungsarbeiten optimal zu planen und insbesondere auf Dockungen zu verzichten, soweit das installierte Überwachungssystem keine Verschlechterung des Zustandes signalisiert.

„Das ist ein echter Meilenstein für unsere Kunden“, sagt Tuva Kristine Flagstad-Andersen, Head of DNV GL Machinery and Systems. „Vor dem Hintergrund strengerer Umweltregularien wird der Einsatz von wassergeschmierten Propellerwellen immer mehr an Bedeutung gewinnen. Die neuen Klassenzusatzzeichen bedeuten, dass ein Ausbau der Propellerwelle zu Prüfzwecken künftig nicht mehr erforderlich ist, solange die Ergebnisse der Zustandsüberwachung keine unzulässige Verschlechterung des Zustands der Welle, der Lagerung oder der Wasserschmierung signalisieren.“

Weitere Informationen in englischer Sprache finden Sie hier.

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Über DNV GL
DNV GL ist eine weltweit führende Klassifikationsgesellschaft, deren Wurzeln bis ins Jahr 1864 zurückreichen. DNV GL unterstützt Unternehmen dabei, ihre Geschäftsabläufe sicherer und nachhaltiger zu gestalten. Neben Klassifikation, technischen Prüfungen, Software und unabhängiger Beratung für die Schifffahrt, Öl- und Gasindustrie sowie Energiewirtschaft umfasst das Angebot auch Zertifizierungsleistungen für eine Vielzahl von Branchen. Insgesamt beschäftigt DNV GL rund 15.000 Mitarbeiter in mehr als 100 Ländern. www.dnvgl.com/maritime