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DNV GL SeaSkill von deutschen Behörden anerkannt

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Foto: Crewtraining im Schiffssimulator (Quelle: Mit freundlicher Genehmigung von Kongsberg).
Deutsche maritime Ausbildungsstätten haben jetzt die Wahl: Sie können die Ausbildung der Seeleute nun auch durch ein Managementsystem gemäß DNV GL SeaSkill absichern. Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) hat den SeaSkill-Standard der Klassifikationsgesellschaft DNV GL kürzlich als geeigneten Standard bezeichnet.

„Wir freuen uns über die Aussage vom BSH. Für die maritime Ausbildung ist die Qualitätssicherung ein Muss. Mit der Entscheidung gibt es in Deutschland mehr Wahlfreiheit, um einen hochqualifizierten Ausbildungsstand zu erreichen“, sagt Torsten Schröder, SeaSkill Service Manager bei DNV GL. Als Rahmen der Ausbildung gilt allgemein das Internationale Übereinkommen von 1978 über Normen für die Ausbildung, die Erteilung von Befähigungszeugnissen und den Wachdienst (STCW) in seiner erweiterten Form. STCW gehört zu den wichtigsten Konventionen der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation (IMO). Das Regelwerk verpflichtet die Vertragsstaaten zur Qualitätssicherung in der Ausbildung.

Das BSH bezeichnet den zu DNV GL SeaSkill gehörenden Standard DNV GL-ST-0029:2014 jetzt als gleichwertig gegenüber anderen. Ausbildungseinrichtungen mit Lehrgängen im Rahmen von STCW können nun auch DNV GL SeaSkill wählen. In der Folge der STCW-Erweiterungen (Amendments) 1995 empfahlen die deutschen Behörden ursprünglich ein ISO-basiertes Qualitätsmanagement für alle staatlichen wie privaten maritimen STCW- Ausbildungsgänge.

Die aktuelle Entscheidung für DNV GL wertet die seit über 15 Jahren von der Klassifikationsgesellschaft aufgebaute Zertifizierung weiter auf. Zu den 127Ausbildungseinrichtungen in 21 Ländern, die erfolgreich nach SeaSkill arbeiten, kommen bald auch deutsche hinzu. Erste Gespräche mit interessierten Ausbildungsstätten laufen laut DNV GL bereits.

Ein DNV GL SeaSkill-Managementsystemzertifikat gilt jeweils für fünf Jahre. Anders als die ISO 9001-Norm ist der von DNV GL entwickelte Qualitätsmanagementstandard speziell auf die maritime Branche zugeschnitten und die Auditoren bringen die speziellen Voraussetzungen mit: Sie müssen gemäß der Umsetzung des STCW-Übereinkommens in deutsches Recht Kenntnisse über die internationale Seeschifffahrt, die Qualitätsanforderungen aus dem STCW-Übereinkommen und dessen Umsetzung in innerstaatliches Recht haben. „Mit der Anerkennung wird der generische um einen spezifischen Standard ergänzt, was die Qualität der Ausbildung erhöht“, sagt Schröder.



Über DNV GL
DNV GL ist eine weltweit führende Klassifikationsgesellschaft, deren Wurzeln bis ins Jahr 1864 zurückreichen. DNV GL unterstützt Unternehmen dabei, ihre Geschäftsabläufe sicherer und nachhaltiger zu gestalten. Neben Klassifikation, technischen Prüfungen, Software und unabhängiger Beratung für die Schifffahrt, Öl- und Gasindustrie sowie Energiewirtschaft umfasst das Angebot auch Zertifizierungsleistungen für eine Vielzahl von Branchen. Insgesamt beschäftigt DNV GL knapp 16.000 Mitarbeiter in mehr als 100 Ländern. Mehr Informationen: www.dnvgl.com/maritime