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Leistungsprüfung von DNV GL markiert wichtigen Meilenstein für den kosteneffektiven Einsatz der LiDAR-Windmesstechnologie

DNV GL unterzog WINDCUBE-400S-LiDAR-Scanner einer zweimonatigen Leistungsprüfung

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Resource measurements
Der neue Ansatz erweist sich als effiziente, zeit- und kostensparende Alternative zu konventionellen Messmasten für die frühzeitige Beurteilung von Windkraftanlagen
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Die Ergebnisse der Leistungsmessung stellen einen Meilenstein in der Windmessung durch Fernerkundung onshore und offshore dar

Hamburg, Deutschland, 8. Oktober 2015 – Wie DNV GL, der weltweit größte Anbieter unabhängiger Energieexpertise und Zertifizierungen, heute bekannt gab, erzielten zwei WINDCUBE Scanning LiDAR Devices (SLD) bei Windgeschwindigkeitsmessungen im Vergleich zu hochpräzisen Messmastanemometern hervorragende Ergebnisse. Die Messungen erfolgten in einer Höhe von 100 Metern im Abstand von 1,8 Kilometern auf dem DNV-GL-Testfeld für Windkraftanlagen im norddeutschen Janneby.

Der neuartige Ansatz ermöglicht die Fernerkundung von Onshore- und Offshore-Windpotenzialen. Vor allem bei der Messung von Offshore-Windpotenzialen mit küstenständigen Geräten bietet dieses Verfahren klare Kostenvorteile im Vergleich zu kostspieligen Plattformen und Masten im offenen Meer.
Die zweimonatige Leistungsüberprüfung zweier nebeneinander aufgestellter WINDCUBE-400S-LiDAR-Geräte erfolgte durch DNV GL. Die Ergebnisse wurden mit denen eines hochpräzisen Messmasts verglichen. Die Messdaten zur horizontalen Windgeschwindigkeit (HWS) und Windrichtung (HWD) jedes der beiden separat eingesetzten LiDAR-Geräte wurden rekonstruiert und anhand der Mittelwerte aus den in zehnminütigen Intervallen durch Plan-Position-Indicator(PPI)-Scans der LiDAR-Scanner gemessenen horizontalen Winddaten mit den IEC-konformen Windgeschwindigkeiten und Windrichtungen aus Messungen eines konventionellen 100 Meter hohen Messmasts mit Schalenkreuzanemometer und Windfahne verglichen.

LiDAR-Systeme zeigen gute Übereinstimmungen mit Referenzmessungen

Die LiDAR-Geräte wurden mit einer Auflösung von 200 Metern in einem Abstand von rund 1,8 Kilometern vom Referenzmast eingesetzt und der Strahl wurde in einem Höhenwinkel von drei Grad auf die Anemometer an der Spitze eines 100 Meter hohen Messmasts gerichtet. Die Ergeb¬nisse überzeugten: Bei der mittleren Windgeschwindigkeit betrug die absolute Messab¬weichung zwischen SLD und Mastmessung weniger als 0,3 Meter/Sekunde bei einer Windge¬schwindigkeit von zwei bis 13 Metern/Sekunde. Die Messdaten zur Windrichtung kommen denen der Windfahne mit einer mittleren Messabweichung von unter zwei Grad sehr nahe. Dass die Windmessdaten beider LiDAR-Geräte insgesamt große Übereinstimmungen mit den Vergleichsdaten aufweisen, deutet auf ein konsistentes Verhalten der beiden Geräte hin. „Diese relativ neue LiDAR-Technologie erweist sich damit als hocheffiziente, zeit- und kosteneffektive Alternative zur hochwertigen konventionellen Mastmessung und ist eindeutig marktreif“, sagt Detlef Stein, Global Head of Practice for Resource Measurements bei DNV GL. „Auf unserem Testgelände in Janneby, das wir seit 2013 gemeinsam mit zwei erfahrenen Partnern betreiben, konnten wir und unser Technologiepartner Leosphere nachweisen, dass dies für Messungen von Onshore-Windkraftanlagen gilt, vor allem aber auch für die Fernerkundung für Offshore-Windkraftanlagen. Es handelt sich um einen Meilenstein in der Windmessung durch Fernerkundung.“

„Dieses externe Validierungsverfahren belegt die Eignung unserer LiDAR-Scanner für die exakte Rekonstruktion des Windverhaltens an multiplen Messpunkten mit einer Reichweite bis zu mehreren Kilometern – in diesem Test waren es zwei Kilometer – mit einem einzigen System. Es kann somit Prüfprogramme für Windressourcen erfolgreich unterstützen“, ergänzt David Langohr, Product Marketing Manager von Leosphere. „Die Ergebnisse untermauern die gute Performance unseres Systems bei Offshore-Windanlagen, belegen die Marktreife und Akzeptanz unserer Technologie für den operativen Einsatz und bestätigen die Führungsposition von Leosphere in der LiDAR-Technologie.“

DNV-GL-Testfeld für Windturbinen und Fernerkundung

Das Testfeld für Windkraftanlagen wurde von Fachleuten bei DNV GL, der Bürgerwindpark Janneby e. G. als Eigentümerin und der GEO Gesellschaft für Energie und Ökologie mbH im norddeutschen Janneby entwickelt. Hersteller können bei der Nutzung des Testfelds auf das komplette Angebot der unabhängigen Dienstleistungen von DNV GL zurückgreifen.
Weitere Information über das DNV-GL-Testfeld finden Sie auf unserer Website unter www.gl-garradhassan.com/en/onshore/manufacturers/24884.php/.

Die Zusammenfassung des LiDAR Performance Verification Report steht hier zum Download bereit:
https://www.dnvgl.com/energy/publications/index.html

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Für Medienanfragen kontaktieren Sie bitte:
Mona Ghobadi
Communications Manager CEMED, DNV GL - Energy
E-Mail: Mona.Ghobadi@dnvgl.com
Telefon: +49 40 36149 7484

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Unsere Test-, Zertifizierungs- und Beratungsdienstleistungen werden unabhängig voneinander angeboten.

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