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Energie- und Stromsteuergesetz: Nachweisführung Spitzenausgleich

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​Welche Nachweise Unternehmen des produzierenden Gewerbes über die Steigerung ihrer Energieeffizienz führen müssen, um weiterhin den sogenannten Spitzenausgleich beantragen zu können, regelt die Spitzenausgleich-Effizienzsystemverordnung – SpaEfV.

Seit dem 1. Januar 2013 gelten mit der Neuregelung des Energiesteuergesetzes sowie des Stromsteuergesetzes neue Bedingungen für Unternehmen des produzierenden Gewerbes, wenn sie den sogenannten Spitzenausgleich beantragen wollen (§ 10 StromStG und § 55 EnergieStG). Demnach müssen sie nachweisen, dass sie ihre Energieeffizienz steigern. Die Spitzenausgleich-Effizienzsystemverordnung (SpaEfV) regelt detailliert die Rahmenbedingungen, wie die Nachweiserbringung aussehen muss. Die Verordnung wurde durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) am 5. August 2013 im Bundesgesetzblatt veröffentlicht und trat am 6. August 2013 in Kraft. Sie wurde zuletzt durch Artikel 1 der Verordnung vom 2. Oktober 2019 (BGBl. I S. 1412) geändert. 

Systeme zur Nachweisführung für den Spitzenausgleich 

Die  Verordnung (SpaEfV) regelt, auf welche Systeme Unternehmen für die Nachweisführung zur Steigerung der Energieeffizienz zurückgreifen können, wenn sie den Spitzenausgleich beantragen wollen. 

Folgende Systeme stehen den Unternehmen zur Verfügung: 

  • Energiemanagementsystem nach DIN EN ISO 50001  (Ausgabe Dezember 2011 und August 2018)
  • Eco-Management and Audit Scheme (EMAS)

Um eine Überforderung von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) nach EU-Definition abzuwenden, können diese außerdem folgende Systeme für die Nachweisführung nutzen: 

  • Energieaudit nach DIN EN 16247-1, das mit einem Energieauditbericht gemäß Anlage 1 der Verordnung (SpaEfV) abschließt
  • "Alternatives System" nach Anlage 2 der Verordnung (SpaEfV)

Grundsätzlich sollte jedes Unternehmen bei der Entscheidung für eines der Systeme bedenken: Unabhängig von einer Steuererleichterung ist es sinnvoll, sich mit dem Thema Energiemanagement zu beschäftigen. Denn eine Steigerung der Energieeffizienz reduziert Kosten im Unternehmen nachhaltig. Zudem steigert der Umwelt- und Ressourcenschutz die dauerhafte Unternehmensleistung und trägt zur Standortsicherung bei.


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Bestätigung der Nachweisführung für den Spitzenausgleich 

Die Bestätigung über die Einführung bzw. den Betrieb des Systems kann laut Verordnung durch akkreditiere Zertifizierungsstellen, Umweltgutachter sowie Umweltgutachterorganisationen vorgenommen werden. 

Das ausgestellte oder bestätigte Dokument ist dem für das Unternehmen zuständigen Hauptzollamt vorzulegen. Das Antragsformular sowie weitere Informationen stellt das Hauptzollamt auf seiner Webseite zur Verfügung. 

Wie können wir Sie unterstützen? 

DNV GL ist für die Bestätigung aller geforderten Systeme gemäß SpaEfV von der DAkkS akkreditiert. Wenn Sie Rückfragen haben, sprechen Sie uns direkt an.

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