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Energie- und Stromsteuergesetz: Nachweisführung Spitzenausgleich

​Welche Nachweise Unternehmen des produzierenden Gewerbes über die Steigerung ihrer Energieeffizienz führen müssen, um weiterhin den sogenannten Spitzenausgleich beantragen zu können, regelt die Spitzenausgleich-Effizienzsystemverordnung – SpaEfV.

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Seit dem 1. Januar 2013 gelten mit der Neuregelung des Energiesteuergesetzes sowie des Stromsteuergesetzes neue Bedingungen für Unternehmen des produzierenden Gewerbes, wenn sie den sogenannten Spitzenausgleich beantragen wollen (§ 10 StromStG und § 55 EnergieStG). Demnach müssen sie nachweisen, dass sie ihre Energieeffizienz steigern. Die Spitzenausgleich-Effizienzsystemverordnung (SpaEfV) regelt detailliert die Rahmenbedingungen, wie die Nachweiserbringung aussehen muss. Die Verordnung wurde durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) am 5. August 2013 im Bundesgesetzblatt veröffentlicht und trat am 6. August 2013 in Kraft.

Verordnung zum Spitzenausgleich: Überblick

Einen Überblick über die Verordnung und wichtige Begriffserklärungen zu den einzelnen Nachweisen finden Sie in unserem Dokument „Informationen zur Verordnung (SpaEfV)“.

Systeme zur Nachweisführung für den Spitzenausgleich 

Die  Verordnung (SpaEfV) regelt, auf welche Systeme Unternehmen für die Nachweisführung zur Steigerung der Energieeffizienz zurückgreifen können, wenn sie den Spitzenausgleich beantragen wollen. 

Folgende Systeme stehen den Unternehmen zur Verfügung: 

  • Energiemanagementsystem nach DIN EN ISO 50001
  • Eco-Management and Audit Scheme (EMAS)

Um eine Überforderung von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) nach EU-Definition abzuwenden, können diese außerdem folgende Systeme für die Nachweisführung nutzen: 

  • Energieaudit nach DIN EN 16247-1
  • "Alternatives System" nach Anlage 2 der Verordnung (SpaEfV)

Grundsätzlich sollte jedes Unternehmen bei der Entscheidung für eines der Systeme bedenken: Unabhängig von einer Steuererleichterung ist es sinnvoll, sich mit dem Thema Energiemanagement zu beschäftigen. Denn eine Steigerung der Energieeffizienz reduziert Kosten im Unternehmen nachhaltig. Zudem steigert der Umwelt- und Ressourcenschutz die dauerhafte Unternehmensleistung und trägt zur Standortsicherung bei.

Bestätigung der Nachweisführung für den Spitzenausgleich 

Die Bestätigung über die Einführung bzw. den Betrieb des Systems kann laut Verordnung durch akkreditiere Zertifizierungsstellen, Umweltgutachter sowie Umweltgutachterorganisationen vorgenommen werden. 

Das ausgestellte oder bestätigte Dokument ist dem für das Unternehmen zuständigen Hauptzollamt mit dem Antrag nach § 101 der Energiesteuer-Durchführungsverordnung oder nach § 18 der Stromsteuer-Durchführungsverordnung vorzulegen. Das Antragsformular steht beim Hauptzollamt zum Download bereit.

Wie können wir Sie unterstützen? 

DNV GL ist für die Bestätigung aller geforderten Systeme gemäß SpaEfV von der DAkkS akkreditiert. Erfahren Sie in unseren Q&A SpaEfV mehr über die Voraussetzungen.