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Managing Infection Risk Programme (MIR)

Das Managing Infection Risk (MIR) Programm und der dazugehörige MIR Standard helfen Ihnen, das Management und die Reduzierung von Infektionsrisiken, die in Ihrem Unternehmen bei der Gesundheitspflege übertragen werden, proaktiv anzugehen.

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Managing Infection Risk

Warum sollte ich an dem MIR Programm teilnehmen?​

Einrichtungen des Gesundheitswesens stehen heutzutage zunehmend vor der Aufgabe, die Qualität ihrer Pflege sowie die Patientensicherheit zu erhöhen und damit verantwortungsvolles und sicheres Handeln gegenüber ihren Interessengruppen zu demonstrieren. 

Dabei stellen Gesundheitswesen-bedingte Infektionen  (Healthcare-associated infections (HAI)) – also Infektionen, die Patienten erleiden, während sie anderweitige ärztliche Versorgung oder Pflege in Anspruch nehmen –  eine besondere Herausforderung dar. Institutionen des Gesundheitswesens, die die Verbreitung dieser Infektionen reduzieren und das Vertrauen in die Patientenpflege und die Qualität bei Patienten, Besuchern und Mitarbeitern erhöhen möchten, sollten ein Managementsystem einführen. So können sie sichergehen, dass angemessene Kontrollverfahren identifiziert und implementiert sind.  

Der Managing Infection Risk Standard wurde von DNV GL entwickelt, um einen zeitgerechten, umfassenden und praktischen Rahmen zu bieten, mit dessen Unterstützung Unternehmen ihr Management von Infektionsrisiken verbessern können. Bestehend aus 18 Elementen richtet sich der MIR Standard an alle Bereiche des Managements von Gesundheitseinrichtungen (wie z.B. Management, Support, Design, Instandsetzung und Technik). Die 18 Elemente umfassen die folgenden Aspekte:

  1. Risikomanagement im Infektionsschutz
  2. Risikobewertung
  3. Mikrobielle Überwachung
  4. Einsatz und Überwachung von antimikrobiellen Mitteln
  5. Notfallmaßnahmen und Krisenplanung
  6. Untersuchung von Unfällen und Zwischenfällen
  7. Personal und Kompetenzen
  8. Menschliche Faktoren
  9. Gesundheitsschutz
  10. Anforderungen an die medizinische Einrichtung, ihre Anordnung und Ausstattung
  11. Medizinisches Umfeld
  12. Ausrüstungen und Wartung
  13. Reinigung, Desinfektion, Dekontamination und Sterilisation
  14. Patientenversorgung
  15. Händehygiene
  16. Kleidung und persönliche Schutzausrüstung (PSA)
  17. Bewegung und Transport
  18. Sicherheit
Der Standard ist kompatibel mit den Richtlinien der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und dem US Center for Disease Control and Prevention (CDC), um eine bessere Integration und eine leichtere Implementierung zu ermöglichen.   Ergänzend zur Anwendung des MIR Standards als Basis für die Durchführung von Audits und Assessments, kann dieser auch zur Planung von Managementsystemen, für Gefahrenidentifikationen, für Risikobewertungen, Gap-Analysen wie auch für Schulungen herangezogen werden.   


Das MIR Programm: der Aufbau

​Das MIR Programm zum Umgang mit Infektionsrisiken umfasst drei aufeinander folgende Phasen:   

  1. Eine Basis schaffen
    In dieser Phase schaffen Sie unter den wichtigsten Mitarbeitern, die in das Steuern von Infektionsrisiken involviert sind, ein erstes Bewusstsein für den MIR Ansatz. Im Rahmen unseres „Alpha Assessments“ werden Mitarbeiter unterschiedlicher organisatorischer Bereiche einer Einrichtung um ihre Einschätzung der aktuellen Situation in Bezug auf das Management von Infektionsrisiken gebeten. Dabei werden die Elemente des MIR Standards als Basis für die Einschätzung herangezogen. Gleichzeitig liegt der Fokus auf dem Zusammentragen von Informationen, die die Gesundheitswesen-bedingten Infektionen (HAI) und daraus resultierende Kosten betreffen.   
  2. MIR Partner und das gemeinsame Lernen
    Sobald die Basis geschaffen und im nächsten Schritt eine Verpflichtung seitens der Einrichtung zur Implementierung von MIR eingegangen wurde, wird die Organisation von DNV GL als "MIR Partner" anerkannt und erhält Zugang zu einer Lerngemeinschaft. Für jeden MIR Partner wird zwar ein auf ihn zugeschnittenes Programm zum Umgang mit Infektionsrisiken in der eigenen Institution entwickelt. Einen wesentlichen Bestandteil dieses Programms stellt jedoch das gemeinsame Lernen mit anderen MIR Partnern dar. Dieses umfasst sowohl Vorort-Schulungen wie auch E-Learning-Module und fokussiert auf das Verständnis der MIR-Anforderungen wie auch die Werkzeuge und Methoden, die für die Implementierung eines risikobasierten Systems in der gesamten Organisation notwendig sind. Darüber hinaus erhalten Teilnehmer im Rahmen des gemeinsamen Lernens die Möglichkeit, ihr Netzwerk auszubauen, und profitieren von den Erfahrungen anderer MIR Partner mit dem Infektionskontrollmanagement.  
    Unsere Experten führen darüber hinaus in dieser Phase mindestens ein GAP Assessment bei den MIR Partnern durch. Das erste GAP Assessment stellt eine detaillierte Analyse dar und umfasst alle Elemente des Standards. In diesem Schritt sollen fehlende oder nicht funktionierende Prozesse identifiziert werden,  die implementiert oder korrigiert werden müssen, bevor Einrichtungen die nächste Stufe im Prozess, den Status eines MIR Exzellenzzentrums (MIR Center of Excellence), erreichen können. Weitere GAP Assessments sind optional und können entweder systemweit oder innerhalb von individuellen Prozessen oder Abteilungen durchgeführt werden.   
  3. MIR Exzellenzzentrum (Center of Excellence - CoE)
    Der Status eines MIR Exzellenzzentrums (CoE) ist dann erreicht, wenn die Konformität mit allen Anforderungen des MIR Standards nachgewiesen wird. Der Fokus für Krankenhäuser, die den CoE-Status erreichen, liegt dabei auf der kontinuierlichen Verbesserung, die durch jährliche externe Assessments im Rahmen eines Drei-Jahres-Zyklus von uns überprüft wird.  

Das MIR Programm: die Vorteile

Unser MIR Programm zum Umgang mit Infektionsrisiken ermöglicht es den Einrichtungen des Gesundheitswesens, ihre Leistung durch die Aneignung von anerkannten Praktiken im Infektions-Risikomanagement zu verbessern. Einrichtungen, die sich für eine Teilnahme am Programm entscheiden, werden direkt als „DNV GL MIR Partner“ anerkannt und erhalten Zutritt zu dem gemeinsamen Lernen.   Das DNV GL MIR Programm unterstützt Sie dabei
  • potentielle Gefahren für Patienten, Rehabilitanden, Besucher, Mitarbeiter und Umwelt zu reduzieren;
  • Ihre Leistung durch die Reduzierung des Infektionsrisikos zu steigern;
  • das Vertrauen in die Versorgungsqualität und die Behandlungspflege sowie die Zufriedenheit aller Interessengruppen zu stärken;
  • die MIR Leistungsfähigkeit über gesetzliche Anforderungen hinaus zu verbessern und durch strukturelle Ansätze eine kontinuierliche Verbesserung zu erreichen;
  • einen signifikanten Wettbewerbsvorteil durch die Reduzierung und Vermeidung von Fehlern zu erhalten, was Ihnen zu einem besseren Ruf und zu höheren Kostenersparnissen verhilft;
  • das Zertifikat zu erhalten, um ein verantwortungsvolles Infektions-Risikomanagement zu demonstrieren;
  • Ihre Mitarbeiter, Ihr Unternehmen und Ihren Ruf zu schützen und Ihre Werte steigern.