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Onshore Wind in Deutschland

2. Ausschreibungsrunde für Wind an Land beendet

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Paul Leask Paul Leask
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Onshore wind

Am 15. August hat die Bundesnetzagentur (BNetzA) die Ergebnisse der zweiten Gebotsrunde der Ausschreibungen für Wind an Land bekanntgegeben. Der durchschnittliche, mengengewichtete Zuschlagswert von 4,28 ct/kWh ist gegenüber der ersten Gebotsrunde (5,71 ct/kWh) weiter gesunken.


Bei den genannten Zuschlagswerten handelt es sich nicht um die tatsächliche Vergütung der Windparks. Die tatsächliche Vergütung ergibt sich näherungsweise aus den Zuschlagswert multipliziert mit einem von der Standortgüte bzw. dem Energieertrag des Projektes abhängigen Korrekturfaktor im Bereich von 79% - 129%.


DNV GL stellt eine detaillierte Zuschlagsliste sowie zentrale Daten zu den bisher beendeten Ausschreibungsrunden zum Download bereit. Diese wurden auf Grundlage öffentlich verfügbarer Informationen zusammengestellt.


Die zweite Ausschreibungsrunde war nahezu dreifach überzeichnet, wobei die Obergrenze für das im Netzausbaugebiet (NAG) zu vergebende Volumen im Gegensatz zur ersten Gebotsrunde deutlich unterschritten wurde. Ob dies an einer zu geringen Anzahl von Geboten aus der betreffenden Region liegt oder ob entsprechende Gebote aus dem NAG aufgrund eines zu hohen Gebotswert nicht bezuschlagt wurden, ist zu diesem Zeitpunkt nicht bekannt.


Wie auch schon in der ersten Gebotsrunde geht der überwiegende Teil der Zuschläge an Bürgerenergiegesellschaften (BEG, Definition s. EEG §3 Nr.15), die 95% des bezuschlagten Volumens (962 MW von 1013 MW) auf sich vereinen. Während in der ersten Ausschreibungsrunde nur 11% der bezuschlagten Projekte eine BImSchG-Genehmigung vorweisen konnten ist dieser Anteil für die zweite Runde noch nicht bekannt. In diesem Zusammenhang wurde am 29. Juli 2017 im Bundestag beschlossen, dass entgegen der aktuellen Anforderungen BEG für die ersten beiden Gebotsrunden in 2018 (1. Februar und 1. Mai) eine BImSchG-Genehmigung benötigen um am Verfahren teilzunehmen (s. EEG §104 Abs. 8).


Die geographische Verteilung der Zuschläge hat sich mit der zweiten Gebotsrunde in die östlichen Bundesländer verlagert. Eine Ausnahme bildet Niedersachsen, auf das auch in der zweiten Runde 18 Zuschläge (davon 16 außerhalb des NAG) entfielen.

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Weiterhin gibt es, ähnlich wie in der ersten Gebotsrunde, Bietergruppen, die mit mehreren Zuschlägen einen großen Anteil des Ausschreibungsvolumens auf sich vereinen konnten. Die größte Bietergruppe erhielt nach dem derzeitigen Wissensstand 42 Zuschläge (189 Anlagen, 690 MW). Dies entspricht 68% des Ausschreibungsvolumens der zweiten Gebotsrunde. Wenngleich es sich bei 5 der 42 Zuschläge für diese Bietergruppe nicht um BEG-Zuschläge handelt, scheint sich der Trend zu verfestigen, unter Nutzung der Sonderregelungen für BEG (s. EEG §36g) eine Vielzahl von Geboten geballt auf einen Ausschreibungstermin zu konzentrieren.