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Sicherer Betrieb älterer Anlagen

Optionen für geringere Kosten und höhere Gewinne

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Graeme AE Pirie Graeme AE Pirie
Business Development Manager, Americas
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Verification of subsea facilities

Aufgrund des Bestrebens, die wirtschaftliche Nutzungsdauer von Anlagen auszudehnen, bleiben heute viele Anlagen länger in Betrieb als ursprünglich geplant. Einige Öl- und Gasanlagen sind bereits seit über vier Jahrzehnten in Betrieb.

Die Lebensdauer einer Anlage zu verlängern bedeutet zu ermöglichen, dass sie ihre Funktion weiter ordnungsgemäß erfüllen kann, ohne dass die konstruktive, technische oder operative Integrität beeinträchtigt wird. Schon kleine Investitionen können sich um ein Vielfaches auszahlen, doch die Möglichkeit höherer Gewinne ist wie so oft auch hier mit technischen und finanziellen Herausforderungen verbunden.

Es gibt drei verschiedene Arten der Veraltung von Anlagen: Materialermüdung bzw. Verschleiß, technologische Veraltung und Einschränkungen durch organisatorische Veränderungen. Neben der Plattformkonstruktion, den Rohrleitungen und den Druckkesseln können auch Steuerungen und Instrumente, Software, die Mitarbeiterdemografie, Fachkenntnisse, Schulungsprogramme und Kompetenzen veralten.

Die Umsetzung von Lebensdauerverlängernden Maßnahmen in einer älteren Anlage kann abhängig von der Anlagenart, unternehmensspezifischen Anforderungen und regulatorischen Vorgaben unterschiedlich ablaufen.

Mit zunehmendem Alter einer Anlage kann sich die Grundlage für Investitionsentscheidungen ändern. Möglicherweise treten neue Anreize für einen Weiterbetrieb nach Ablauf der geplanten Betriebsdauer und neue Möglichkeiten zur längeren Nutzung der Anlage auf.

Auch neue Technologien oder veränderte Marktbedingungen können impulsgebend sein.

Zu den Gründen für die Weiternutzung einer Anlage gehören:

  • Bekanntwerden höher als ursprünglich angenommener Ölvorräte, höhere als anfangs zu Grunde gelegte Ausbeutungsquoten oder geringere als geplante Förderraten
  • verringerte operative Kosten durch Einbeziehung eigener Reserven und Nachbar-Lizenzen
  • Neubaukosten im Vergleich zu Investitionen in bestehende Anlagen
  • Zeitlich später auftretende Stilllegungskosten.

DNV GL hat ein 5-Schritte-Programm zur Lebensdauerverlängerung für alle Bestandteile der Öl- und Gas-Wertschöpfungskette entwickelt:

  • Bewertung des Ist-Zustands
  • Evaluation der möglichen Lebenszyklusverlängerung und GAP-Analyse
  • Technische Qualifizierung der Betriebsverlängerung
  • Vorsorgemaßnahmen zur Verhinderung der Überalterung
  • Ermittlung der Kosten und Planung

Was wir tun:

  • Historie und aktuellen Status der Anlage bewerten
  • Alterungssymptome ermitteln
  • Optionen abwägen: Weiternutzung wie bisher, Aufwertung und Nachrüstung, Reparatur, Demontage oder Entsorgung
  • mit einem risikobasierten Ansatz kritische Systeme und Ausrüstungen ermitteln
  • Eine mögliche Lebenszyklusverlängerung evaluieren und GAP-Analyse durchführen
  • Erforderliche Änderungen ermitteln
  • Technischen Qualifizierung zwecks Weiterbetrieb der Anlagen und Ausrüstungen über die ursprüngliche Nutzungsdauer hinaus durchführen
  • Vorsorgemaßnahmen gegen Überalterung treffen
  • Langzeit-Kostenprognose aufstellen.