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VDA 6.1

Der VDA 6.1 ist das deutsche Regelwerk für die Automobilindustrie und richtet sich an die Zulieferer deutscher Automobilhersteller.

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TS 16949

Zertifizierung nach VDA 6.1.: der Standard

Entwickelt vom Verband der Automobilindustrie e.V. (VDA), wurde die neueste Ausgabe 2017 aktualisiert und veröffentlicht. Der VDA 6.1 basiert auf der ISO 9001:2015 und teilt die Forderungen in diese Kategorien ein: 

  • Geschäftsplanung und Benchmarking 
  • Finanzielle Überlegungen zum QM-System
  • Kunden-/Mitarbeiterzufriedenheit
  • Kontinuierliche Verbesserung
  • Projektmanagement
  • Produktsicherheit
  • Qualitätsplanung
  • Werkzeugmanagement

Diese Einteilung zeigt, dass der VDA 6.1 bereits seit Jahren prozessorientiert aufgebaut ist. 

Zertifizierung nach VDA 6.1.: Ziele

  • Verbesserung der Unternehmensstrategie
  • Verbesserung der Wertschöpfungskette Ihres Unternehmens
  • Kundenzufriedenheit
  • kontinuierlicher Verbesserungsprozess

Umstellung auf neue VDA 6.x Normen (auch ‚Transition‘)

Seit dem 6. Januar 2017 gibt es offizielle Übergangsregeln zu den neuen VDA 6 Bänden, die der Übergangsregelung zur IATF 16949 ähneln. Für die Umstellung sind unter anderem folgende Regelungen und Stichtage zu beachten: 
  • Alte Zertifikatsergänzungen nach VDA sind maximal bis zum 14. September 2018 gültig.
  • Die Dauer eines Übergangsaudits auf überarbeitete Regelwerke VDA 6.x ist äquivalent zu einem Rezertifizierungsaudit und muss bis 14. September 2018 mit positiver Zertifizierungsentscheidung abgeschlossen sein.
  • Vorab muss eine Dokumentenbewertung (off site) durchgeführt werden. Diese kann auch vor Ort durchgeführt werden, muss aber auch dann zeitlich vor dem Umstellungsaudit erfolgen. Dafür wird zusätzlich mindestens ein halber Manntag eingeplant. 
  • Mit dem Übergangsaudit beginnt ein neuer Zertifikatszyklus und es wird ein „eigenständiges VDA-Zertifikat“ ausgestellt (kein Verweis mehr auf ISO 9001).
  • Ein Übergangsaudit nach VDA 6.1 ist frühestens ab 01.04.2017 möglich, VDA 6.2 ab 01.06.2017VDA 6.4 ab 01.07.2017
  • VDA 6.x Audits nach alter Ausgabe sind maximal bis 31.12.2017 möglich.
  • Unterstützungsfunktionen müssen vor der Produktionsstätte auditiert werden, allerdings sind Ausnahmefälle unter bestimmten Voraussetzungen zugelassen (ähnlich wie bei IATF 16949: ‚special circumstances‘).
  • Die Anforderungen aus VDA Band 6 gelten ab dem 01.07.2017 für alle VDA-Zertifizierungen.

VDA 6.x:2017 mit ISO 9001:2015

Die VDA-Zertifikate der neuen Generation sind keine Zertifikatsanhänge zu den ISO 9001-Zertifikaten mehr, sondern vielmehr eigenständige Zertifikate. Das VDA 6.x Audit wird aber immer die ISO 9001-Anforderungen mit berücksichtigen. Damit dies Akkreditierungskonform abläuft, müssen folgende Bedingungen erfüllt sein:
  1. der Geltungsbereich und die Mitarbeiterzahlen sind für VDA wie auch für ISO 9001 identisch und 
  2. die VDA-Tage vor Ort sind mindestens genauso hoch oder höher wie die ermittelten Manntage vor Ort für die Zertifizierung nach ISO 9001, und richten sich nach den Angaben im aktuellen VDA Band 6 (Tabellenwerte für IA, PA, RZ und Aufwände für Auditvorbereitung).