Weitere Branchen

Vertrauen aufbauen in Produkte aus recyceltem Ozean-Plastik

Ihr Kontakt:

Joel Kellner und seine Kollegen helfen Ihnen gerne weiter

Joel Kellner und seine Kollegen helfen Ihnen gerne weiter

Telefon: +49 201 7296 222

Für weitere Informationen

Kontakt aufnehmen Angebot anfragen

Die Umwandlung von recyceltem Plastik in Produkte mit neuem Wert ist für die Reinigung unserer Ozeane und Flüsse von entscheidender Bedeutung. Der öffentliche Standard von DNV GL liefert bewährte Verfahren zur Überprüfung der Authentizität (Chain of Custody (CoC)) und zur Stärkung des Kundenvertrauens in Produkte aus recyceltem Kunststoff.

Jeden Tag gelangen acht Millionen Plastikteile in unsere Ozeane. Ozeane und Flüsse von Plastikmüll zu befreien, ist eine unserer größten ökologischen Herausforderungen. Das Ausmaß, in dem die Reinigung stattfinden muss, ist gewaltig und erfordert innovative Technologien sowie erhebliche Ressourcen. Außerdem ist die Rückführung von Plastik an Land nur der erste Schritt. Die Herstellung neuer Produkte daraus schafft neue Werte. Anstatt den Müll einfach nur vom Wasser an Land zu bringen, ermöglicht dies eine zirkuläre Rohstoffnutzung. Derartige Produkte sind auch zur Finanzierung künftiger Reinigungsmaßnahmen und dem Aufbau erforderlicher, fortschrittlicher Technologie unerlässlich.

Bislang gab es keinen Standard, der Organisationen und Unternehmen dabei hilft, notwendiges Vertrauen aufzubauen und die Echtheit, Herkunft und Menge des recycelten Plastiks in einem Produkt zu garantieren. Vertrauen und Transparenz müssen vom Beginn der Wertschöpfungskette an aufgebaut und über das Produkt selbst mit Stakeholdern und Kunden des Unternehmens geteilt werden. Dies erfordert einen Verifizierungsprozess, der uneingeschränktes Vertrauen dafür schafft, dass Produkte, die vorgeben, aus in Gewässern gesammeltem Plastik hergestellt zu sein, auch tatsächlich aus dieser Art von Kunststoff hergestellt sind. Die Nachhaltigkeitsbemühungen und -leistungen eines Produkts oder Unternehmens können unter Umständen jedoch nur schwer mit Verbrauchern auf vertrauenswürdige Weise geteilt werden.

Um dieses Problem anzugehen, wandte sich The Ocean Cleanup mit der Bitte um Entwicklung eines Chain-of-Custody (CoC) Standards speziell für Ozean- und Flussplastik an DNV GL. The Ocean Cleanup war zwar die erste Organisation, welche die Best Practices anwendete, der Standard steht allerdings jeder Organisation zur Anwendung und Zertifizierung zur Verfügung.

Wie Sie sich zertifizieren lassen können

Der öffentliche Standard enthält Anforderungen zur Überprüfung der Herkunft, Authentizität und vollständigen Rückverfolgbarkeit (Chain of Custody (CoC)) von Kunststoffen aus den Gewässern der Erde.

Jede Organisation, die ihre recycelten Kunststoffe zertifizieren lassen will, muss zunächst die Anforderungen der Norm verstehen. Darauf aufbauend müssen konforme Prozesse implementiert werden. Unternehmen können wählen, ob sie die gesamte Wertschöpfungskette oder nur bestimmte Teile zertifizieren lassen wollen. Dies muss vor Beginn des Zertifizierungsprozesses entschieden werden.

Klare Anforderungen und ein strukturierter Ansatz ermöglichen es DNV GL, die notwendigen Daten an identifizierten kritischen Punkten zu sammeln. Damit wird die Herkunft und die Unverfälschtheit des Plastiks auf dem Weg durch die Wertschöpfungskette verifiziert. Die Kontrollen werden mit einer Mischung aus traditionellen Audit-Techniken (physisches Audit und visuelle Inspektion, Überprüfung der Mengenbalance) und digitalen Audit-Techniken (Überprüfung der Standorte und Warenbewegungen, GPS; Überprüfung der Logistikwege; Zugang zu Kameraüberwachung) durchgeführt.

Im Wesentlichen verfolgen die Auditoren das Plastik von der erstmaligen Überprüfung des Materials zum Zeitpunkt der Entnahme aus den Gewässern bis hin zur Verfolgung der Verarbeitung an Land und zur Verifizierung des Plastiks in der Wertschöpfungskette. Dies ermöglicht die Zertifizierung dessen, dass es sich tatsächlich um Ozean- oder Flussplastik handelt, das schließlich zu einem völlig neuen Produkt verarbeitet wird.

Der Verifizierungsprozess gewährleistet eine vollständige Rückverfolgbarkeit des gesammelten Plastiks, so dass die Kunden selbst die Echtheit überprüfen können.

Der erste Standard seiner Art

Die Idee zu dem Best-Practice-Standard entstand aus einer gemeinsamen Idee mit The Ocean Cleanup. Der Standard wurde dann von DNV GL entwickelt und ermöglicht es vergleichbaren Organisationen und ihren Partnern, die Prozessanforderungen zu übernehmen. Er ist der erste seiner Art und enthält die erforderlichen Mindestanforderungen, um jede Phase des Recyclingprozesses für Ozean-Plastik zu überprüfen. Angefangen von der Sammlung des Kunststoffs an einem bestimmten Ort bis hin zu seiner Wiedereinführung in eine Kreislaufwirtschaft.

Der Standard bezieht sich auf die typischen Schritte einer Wertschöpfungskette und umfasst die folgenden Bereiche:

  1. Entnahme aus den Gewässern
  2. Transport des Plastiks
  3. Recycling/Entsorgung/Rückgewinnung
  4. Produktion
  5. Vertrieb

Er basiert auf drei Prinzipien:

  1. Prinzip 1: Die Organisation verfügt über ein Managementsystem, das die vollständige Rückverfolgbarkeit von Materialien entlang der Lieferkette ermöglicht.
  2. Prinzip 2: Die Anforderungen des Rückverfolgbarkeitssystems werden von allen an der Kette beteiligten Akteuren umgesetzt und angewendet: in allen Phasen des Einkaufs, der Warenannahme, der Lagerung, der Verarbeitung, der Verpackung, der Etikettierung, des Verkaufs und der Auslieferung.
  3. Prinzip 3: Material und Produkte im Geltungsbereich werden identifiziert und unterschieden, und ihr Status in jeder Phase des Prozesses nachvollziehbar und überprüfbar.

Der Standard basiert auf der Erfahrung und Kompetenz von DNV GL in den Bereichen Assurance, Nachhaltigkeit und Rückverfolgbarkeit. Dies wurde mit relevanten Einblicken seitens The Ocean Cleanup verbunden, um einen Optimalansatz speziell für die Wertschöpfungskette von recycelten Kunststoffen zu entwickeln. Der finale Standard hat einen umfassenden, zweistufigen Konsultationsprozess durchlaufen, bei dem wichtige für den Standard relevante, externe Stakeholder, das Modell validiert haben.

Ihr Kontakt:

Joel Kellner und seine Kollegen helfen Ihnen gerne weiter

Joel Kellner und seine Kollegen helfen Ihnen gerne weiter

Telefon: +49 201 7296 222

Für weitere Informationen

Kontakt aufnehmen Angebot anfragen

Entdecken Sie unsere weiteren Dienstleistungen: